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SmartMonitoring für Liebherr-Laborkühlgeräte – sicheres, auditierbares Temperaturmanagement

SmartMonitoring für Liebherr-Laborkühlgeräte – sicheres, auditierbares Temperaturmanagement

 

Maximale Sicherheit und dokumentierte Temperaturüberwachung

Bei Laborkühl- und -gefriergeräten besteht das größte Risiko häufig nicht im Ausfall des Geräts selbst, sondern darin, dass eine Temperaturabweichung nicht rechtzeitig erkannt wird. Bei pharmazeutischen Proben, Impfstoffen, diagnostischen Reagenzien oder Forschungsmaterialien kann bereits eine Abweichung von wenigen Stunden schwerwiegende Folgen haben.

Das Liebherr SmartMonitoring -System bietet eine strukturierte und dokumentierte Lösung für dieses Problem.

Kühlung allein reicht nicht – Überwachung ist ebenfalls erforderlich

Die Laborkühl- und -gefriergeräte von Liebherr – insbesondere die Serien Perfection und Performance – bieten neben einer stabilen Temperaturhaltung auch integrierte oder nachrüstbare digitale Überwachungsmöglichkeiten.

Das SmartMonitoring-System zeichnet die Temperaturdaten der Geräte kontinuierlich auf und macht sie über eine zentrale Plattform rückverfolgbar.

Dies ist nicht nur eine Komfortfunktion, sondern ein Instrument zur Dokumentation und zum Risikomanagement.

Wie funktioniert das System bei Liebherr -Geräten?

Die neue Generation der Perfection-Serie von Liebherr ist bereits ab Werk mit einem integrierten SmartModule ausgestattet. Bei der Performance-Serie kann das SmartModule nachgerüstet werden.

Das SmartModule verbindet sich über LAN oder WiFi mit der SmartMonitoring-Plattform, sodass die Gerätedaten in Echtzeit verfügbar sind.

Wenn im Labor ein älteres Liebherr-Modell oder sogar ein Gerät eines anderen Herstellers betrieben wird, kann dieses mithilfe externer Datenlogger ebenfalls in das System integriert werden.

Dies ist besonders vorteilhaft für Einrichtungen mit einem heterogenen Gerätepark.

Mehr als Temperaturprotokollierung

Das SmartMonitoring-System dient nicht nur der Datenerfassung. Die Plattform:

  • dokumentiert die Einhaltung der Temperaturvorgaben automatisch
  • sendet bei Abweichungen eine Warnmeldung
  • reduziert die Notwendigkeit manueller Kontrollen
  • ermöglicht die gleichzeitige Überwachung mehrerer Geräte

In einem größeren Labor kann dies einen erheblichen betrieblichen Vorteil darstellen, da das System anstelle täglicher manueller Kontrollen die Lagerbedingungen kontinuierlich überwacht.

Spezielle Anwendungen – ULT-Gefriergeräte

Liebherr SmartMonitoring bietet auch spezielle Datenlogger-Lösungen für Anwendungen bei ultratiefen Temperaturen (ULT) bis zu -200 °C.

Dies kann besonders wichtig sein für:

  • Biobanken
  • pharmazeutische Entwicklungslabore
  • die langfristige Probenlagerung

Die dreikanaligen Datenlogger unterstützen auch einen Türsensor und einen zusätzlichen Temperatursensor, wodurch die Sicherheit weiter erhöht wird.

Dokumentierte Konformität und Auditierbarkeit

In regulierten Umgebungen – beispielsweise in pharmazeutischen oder klinischen Laboren – ist die Dokumentation der Einhaltung der Temperaturvorgaben eine Grundanforderung.

Das SmartMonitoring-System stellt eine automatisierte Dokumentation bereit, die die Vorbereitung auf Audits erleichtert. Ereignisse, Warnmeldungen und Messdaten können abgerufen werden, wodurch sich der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert.

Zusammenfassung

Das Liebherr SmartMonitoring-System ist nicht nur eine ergänzende Software, sondern ein Bestandteil der Sicherheit und Dokumentierbarkeit der Laborkühlung.

Wenn das gelagerte Material wertvoll oder empfindlich ist oder in einer regulierten Umgebung aufbewahrt wird, sind kontinuierliche Überwachung und automatisierte Dokumentation keine Option mehr, sondern eine grundlegende Anforderung.

Die Auswahl der geeigneten Konfiguration – SmartModule, Datenlogger oder integrierte Lösung – hängt vom Betriebsniveau des Labors und seinen Compliance-Anforderungen ab.

Wenn Sie prüfen möchten, welche SmartMonitoring-Lösung für Ihre Liebherr-Geräte das höchste Maß an Datensicherheit und Rückverfolgbarkeit bietet, empfiehlt sich eine fachgerechte Planung des Systems.

Dieser Blogbeitrag basiert auf der Herstellerdokumentation, den technischen Spezifikationen und den offiziellen Produktinformationen zum Liebherr SmartMonitoring -System.

 

Photostabilitätsprüfung gemäß ICH Q1B – mit POL-EKO KKS ICH-Kammern

Photostabilitätsprüfung gemäß ICH Q1B – mit POL-EKO KKS ICH-Kammern

 

Photostabilitätsprüfungen sind ein kritischer Bereich der pharmazeutischen Entwicklung und Qualitätssicherung. Die ICH-Q1B-Richtlinie legt genau fest, unter welchen Lichtbestrahlungsbedingungen die Stabilität von Präparaten/Produkten geprüft werden muss.

Die POL-EKO KKS ICH Serie ist eine speziell für die Erfüllung dieser Anforderungen entwickelte Photostabilitäts-Klimakammerlösung.

ICH-Q1B-Konformität in der Praxis

Die KKS ICH Kammern sind dafür ausgelegt, den vollständigen Photostabilitätstest gemäß ICH Q1B unter kontrollierten Bedingungen durchzuführen. Laut Dokumentation kann das System die erforderliche Lichtbelastung in nur 29 Stunden erreichen und ermöglicht so einen zeit- und energieeffizienten Betrieb.

Die Kammern:

  • arbeiten mit einem kombinierten UVA- und sichtbaren (VIS) Lichtsystem
  • gewährleisten durch ein optimiertes optisches Design eine gleichmäßige Ausleuchtung
  • verwenden hochwertige Beleuchtungskomponenten (Osram, Philips)

Die Lichtqualität weist ein nahezu natürliches Spektrum auf (CRI > 90, 6500K), was für die Reproduzierbarkeit besonders wichtig ist.

Umgebungskontrolle und Temperaturschutz

Die KKS ICH Kammern dienen nicht nur als Beleuchtungssystem, sondern sind vollwertige Klimakammern. Der Temperaturbereich beträgt 10–50 °C, die relative Luftfeuchtigkeit ist im Bereich von 10–90% RH regelbar.

Das System entspricht der Temperaturschutzklasse 3.3 gemäß DIN 12880, einem sicherheitsrelevanten Parameter in pharmazeutischen Umgebungen.

Die Kombination aus gleichmäßiger Ausleuchtung und stabiler Klimaregelung gewährleistet, dass die Prüfergebnisse den Anforderungen von ICH Q1B entsprechen.

SMART PRO Steuerung und Datenmanagement

Die KKS ICH Serie ist mit einer SMART PRO Steuerung und einem 7”-Farb-Touchscreen erhältlich

Dies ermöglicht:

  • eine präzise Parameterverwaltung
  • programmierbare Prüfzyklen
  • eine detaillierte Datenprotokollierung

In pharmazeutischen Umgebungen ist besonders wichtig, dass das System in die LabDesk CFR Software integriert werden kann, die die Anforderungen von 21 CFR Part 11 unterstützt.

Für wen eignet sich die KKS ICH Serie?

Die POL-EKO KKS ICH Photostabilitätskammern sind insbesondere eine gezielte Lösung für:

  • pharmazeutische Entwicklungslabore
  • Stabilitätsprüflabore
  • Qualitätskontrollabteilungen

in denen Prüfungen gemäß ICH Q1B keine Option, sondern eine Verpflichtung sind.

Zusammenfassung

Die POL-EKO KKS ICH Serie ist keine universelle Klimakammer, sondern ein speziell für Photostabilitätsprüfungen optimiertes System. UVA- und VIS-Lichttechnologie, gleichmäßige Ausleuchtung, präzise Klimaregelung und SMART PRO Steuerung gewährleisten gemeinsam die Konformität mit ICH Q1B.

In regulierten Umgebungen sind die Zuverlässigkeit und Dokumentierbarkeit der Prüfergebnisse von entscheidender Bedeutung. Ein korrekt konfiguriertes System bietet hier einen echten Mehrwert.

Der Blogbeitrag wurde auf Grundlage der offiziellen Herstellerdokumentation der POL-EKO KKS ICH Photostabilitäts- kammern erstellt.

 

Automatische Koloniezählung – Leistungsbewertung des Scan 1200

Automatische Koloniezählung – Leistungsbewertung des Scan 1200

 

Eine der zeitaufwendigsten Aufgaben in mikrobiologischen Laboren ist die manuelle Koloniezählung auf Petrischalen. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, ob automatisierte Systeme schneller sind, sondern auch, ob sie bei der Genauigkeit mit der manuellen Methode mithalten können.

Die Leistung des Koloniezählgeräts Scan 1200 wurde in einer umfassenden Untersuchung bewertet, bei der die manuelle und die automatische Zählung gemäß ISO 7218:2007 verglichen wurden.

Wie wurde der Vergleich durchgeführt?

Im Rahmen der Untersuchung:

  • wurden 6 verschiedene Mikroorganismen untersucht (E. coli, Bacillus cereus, Pseudomonas aeruginosa, Saccharomyces cerevisiae, Penicillium roqueforti, Lactobacillus casei var. rhamnosus)
  • wurden 502 Petrischalen auf 7 verschiedenen Nährmedien ausgewertet:
  • PCA (Plate Count Agar)
  • MacConkey-Agar
  • VRBL (Violet Red Bile Lactose Agar)
  • EMB (Eosin-Methylenblau-Agar)
  • TBX (Tryptone Bile X-glucuronide Agar)
  • MRS (de Man, Rogosa und Sharpe Agar)
  • Sabouraud-Agar
  • wurden mehr als 45 000 Kolonien sowohl manuell als auch automatisch gezählt

Ziel war es, die Ergebnisse der beiden Methoden auf statistisch fundierte Weise zu vergleichen.

Ergebnisse?

Die Untersuchungsergebnisse zeigten eine äußerst starke Korrelation zwischen der manuellen und der automatischen Methode.

Der niedrigste Korrelationskoeffizient (R²) betrug 0,9787, was auf einen starken linearen Zusammenhang hinweist.

Die mittlere logarithmische Differenz zeigte in den meisten Fällen eine Abweichung von wenigen Prozent. Über die gesamte Untersuchung hinweg betrug die durchschnittliche Abweichung zwischen automatischer und manueller Zählung 2,35 %.

Auf Grundlage des 95-%-Konfidenzintervalls gemäß ISO 7218:2007 lag das automatische Ergebnis nur in 8 Fällen (1,59 %) außerhalb des zulässigen Bereichs.

In der Praxis bedeutet dies, dass der Scan 1200 unter Standardlaborbedingungen eine zuverlässige Kolonieerkennung gewährleistet.

Das Dokument enthielt auch eine Zeitanalyse. Bei der Zählung einer einzelnen Petrischale war das automatische System deutlich schneller als die manuelle Methode, insbesondere bei mittleren und hohen Koloniezahlen

Im täglichen Einsatz – in einem Labor, durch einen Benutzer und bei Schalen mit 50–150 Kolonien – kann der Scan1200 eine Zeitersparnis von bis zu 80 % ermöglichen.

Dies ist nicht nur eine Frage des Komforts. Bei hohen Probenzahlen kann dies eine erhebliche Kapazitätssteigerung bedeuten.

Rückverfolgbarkeit und Datenspeicherung

Das System speichert alle Zählergebnisse in „Session“-Dateien, die Bilder der Petrischalen und die Zähldaten enthalten

Dies gewährleistet eine vollständige Rückverfolgbarkeit, die insbesondere in auditierten oder dokumentationsintensiven Umgebungen wichtig ist.

Zusammenfassung

Die Leistungsbewertung des Scan 1200 zeigt, dass die automatisierte Koloniezählung nicht nur schneller ist, sondern auch statistisch gut mit der manuellen Methode übereinstimmt.

Starke Korrelation, geringe Abweichung und erhebliche Zeitersparnis – diese Faktoren können gemeinsam die Einführung der automatisierten Koloniezählung in Laboren rechtfertigen, in denen bei hohen Probenzahlen Genauigkeit und Effizienz erforderlich sind.

Dieser Blogbeitrag basiert auf der offiziellen Application Note „Evaluation des performances“ des Herstellers zum Scan® 1200 (Version 2, 2021.03.30.).

 

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